FOYER-AUSSTELLUNG

30.05.–11.10.2026

KRISTALLNACHT

Gerhard Kurt Müller

Das Museum zeigt das Gemälde "Kristallnacht" von Gerhard Kurt Müller im Rahmen von „Tacheles. Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“. Das Bild wurde dem Museum dieses Jahr von der Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung geschenkt.

Zum 100. Geburtstag des Künstlers und anlässlich des Tacheles-Themensjahres wird daran erinnert, dass sich Gerhard Kurt Müller bereits in den 1980er Jahren intensiv mit dem Thema der jüdischen Verfolgung auseinandergesetzt hat. Diese frühe Beschäftigung mit der Erinnerungskultur wird besonders in der Arbeit „Kristallnacht“ sichtbar, die sich künstlerisch mit den Ereignissen der Novemberpogrome auseinandersetzt. Stilistisch prägen Einflüsse der Klassischen Moderne und des Kubismus das Werk.

Gerhard Kurt Müller (geb. 1926 in Leipzig; gest. 2019 ebenda) zählt zu den wichtigsten Vertretern der „alten Leipziger Schule“. Die traumatischen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden Kriegsgefangenschaft haben seine humanistische Grundeinstellung stark geprägt. Von 1948 bis 1952 hat er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert, wo er später auch als Dozent und Rektor tätig war. Mehrere Ausstellungen, unter anderem im Angermuseum in Erfurt, im Lindenau Museum in Altenburg oder zuletzt im Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst in Cottbus, haben sich bereits dem Œuvres des Künstlers gewidmet.

Parallel zur Präsentation des Bildes wird gegenüber im Foyer die Ausstellung "TORA UND TEMPEL. Jüdische Glaubenswelten" mit Arbeiten weiterer Künstler aus dem Bestand des Museums gezeigt.

Eintritt ist frei.

Tacheles 2026

Im Rahmen von „Tacheles. Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“.