SONDERAUSSTELLUNG

25.11.2021–03.04.2022

GLÄSERNE STEINE

Kai Schiemenz

Transparent und doch undurchsichtig, gläsern und doch steinern – die Glasskulpturen von Kai Schiemenz imitieren das Material Stein, erscheinen aber gleichzeitig fragil und zerbrechlich.

Inspiriert wird der Künstler in seiner Formfindung durch Steinbrocken, welche er in Steinbrüchen entdeckt. Zurück im Atelier, entstehen Abformungen, die wiederum in böhmischen Manufakturen in Glas übertragen werden. Diese jahrhundertealte und aufwendige Technik des In-Glas-Gießens verleiht den Glas-Skulpturen von Kai Schiemenz eine besondere und seltene Materialität. Die Spuren dieses Prozesses sind auf der Glasoberfläche seiner Objekte sichtbar und erzählen etwas über deren Entstehung.

Seine rundum begehbaren Kunstwerke zeichnen sich durch eine intensive Farbigkeit aus. In Abhängigkeit vom tageszeitlichen Lichteinfall nimmt der Betrachtende sie immer wieder gänzlich anders wahr. Man kann in die „Gläsernen Steine“ hineinblicken, doch gänzlich hindurchschauen lassen sie sich nicht.

Die Präsentation in der lichtdurchfluteten Orangerie des Museums fängt dieses Spiel der Wahrnehmung auf und ist ein Erlebnis für die Augen.